jugendsozialarbeit nord 222, September 2020

Deckblatt Infodienst

Rassismuskritik in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, Autorin: Christine Müller, LAG KJS NRW

nicht klickbar? bitte hier anmelden.

Veranstaltungen

Online-Seminar „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen –

Flyer Deckblatt

Auswendig lernen hilft nicht. Was dann?“, Mittwoch, 25.11.2020 oder Donnerstag, 26.11.2020

Online-Seminar "Alle ins Boot holen"

Flyerdeckblatt

Teilnahme- und Veränderungsbereitschaft wecken, Motivation freisetzen! 23.-24.11.2020

Online-Seminar „Geschlechtsbewusste Prävention von Grenzverletzungen und Gewalt“

Flyer Deckblatt

für Pro-Aktiv-Centren und Jugendwerkstätten, 12. oder 19.11.2020, ONLINE

Downloads

Jugendberufshilfe und Jugendmigrationsberatung sind systemrelevant

Jugendarmut bei Ausländer/innen in Niedersachsen dramatisch gestiegen: Bundesweiter Trend wird auch...

Fortbildungskatalog 4/2020

Forbildungskatalog PACE JuWes

für Pro-Aktiv-Centren und Jugendwerkstätten

Themenheft 2/2020

Deckblatt Themenheft

Sexualisierte Gewalt – Von der Entwürdigung zum Prozess des Aufrichtens

Stellungnahmen

Fünf Fragen zur zukünftigen Ausrichtung der Jugendsozialarbeit in Niedersachsen

Deckblatt 5 Fragen zur JSA

an den Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendsozialarbeit in Niedersachsen (LAG...

Ihre Bedeutung haben die Jugendwerkstätten insbesondere durch folgende Aspekte:

Eine schwer erreichbare Zielgruppe!

Jugendwerkstätten verbinden berufliche Qualifizierung und arbeitsmarktnahe Beschäftigung mit Bildungsangeboten und persönlicher Stabilisierung.

Als Angebot der Jugendhilfe richten sie sich mit ihren vielfältigen Angeboten an arbeitslose junge Menschen mit besonderem individuellem Unterstützungsbedarf; dazu gehören u. a. junge Menschen

  • mit gravierenden schulischen Problemen (auch Schulabbrecher/innen und Schulmüde),
  • ohne Ausbildung und Arbeit,
  • mit geringen Sozialkompetenzen,
  • psychosozialen Schwierigkeiten,
  • Lernbeeinträchtigungen
  • und Entwicklungsstörungen.  

Besonders richten sie sich auch an junge Migrantinnen und Migranten.

Die unterschiedlichen Lebenslagen von jungen Frauen und Männern werden grundsätzlich berücksichtigt.

Jugendwerkstätten ergänzen die Leistungen des SGB II oder SGB III.

Ihr Angebot unterbreiten die Jugendwerkstätten aber unabhängig von sozialrechtlichen Ansprüchen.  

Unterstützung bei der sozialen und beruflichen Integration!

Zum Ausgleich gesellschaftlich bedingter Benachteiligungen und individueller Beeinträchtigungen zielen Jugendwerkstätten insbesondere darauf ab,

  • zur persönlichen Stabilisierung und zum Aufbau von Sozial- und Schlüsselkompetenzen beizutragen,
  • allgemeine Handlungskompetenz für eine eigenständige Lebensführung zu erlangen,
  • neue Lernzugänge zu eröffnen / Lernmotivation zu erreichen,
  • allgemeine und berufliche Bildung sowie „berufliches Handwerkszeug“ zu vermitteln,
  • eine berufliche Orientierung und Perspektive zu ermöglichen.

Dabei sehen es Jugendwerkstätten ebenso als ihre originäre Aufgabe an, auf Benachteiligungen aufmerksam zu machen und sich für die Belange junger Menschen einzusetzen!  

Sozialpädagogische und fachliche Begleitung in vielfältigen Lern- und Arbeitsfeldern!

Jugendwerkstätten bieten auf den besonderen Förderbedarf der Zielgruppe individuell abgestimmte Hilfen an:

  • sozialpädagogische Unterstützung in Einzel- und Gruppensettings,
  • Unterricht mit allgemeinbildenden und arbeitsweltbezogenen Inhalten,
  • Vermittlung beruflicher Grundfertigkeiten in verschiedenen Berufsfeldern,
  • berufspraktische Qualifizierung in modularen Einheiten,
  • Bewerbungsunterstützung und Vermittlung in Praktika.

Alle Jugendwerkstätten arbeiten nach fachlichen und qualitativen Grundsätzen!

Jugendwerkstätten richten sich in erster Linie an dem Bedarf ihrer Zielgruppe aus und fühlen sich dabei folgenden Grundsätzen verpflichtet:

  • Entwicklung bedarfsgerechter Hilfen im Einzelfall durch systematische Förderplanung unter Beteiligung des jungen Menschen,
  • Verbindung intensiver sozialpädagogischer Unterstützung, beruflicher Qualifizierung und allgemeiner Bildung,
  • Zusammenarbeit von interdisziplinären Teams aus sozialpädagogischen Fachkräften, Berufsausbilder/innen, handwerklichen Anleiter/innen sowie Lehrer/innen,
  • eine bedarfsorientierte Förderdauer von bis zu 24 Monaten,
  • niedrigschwellige Zugänge und freiwillige Inanspruchnahme,
  • Ergebnisoffenheit.   

Außerdem arbeiten die Jugendwerkstätten auf Grundlage eines abgestimmten Konzeptes mit der örtlichen Jugendhilfe und unter Einbindung in die örtlichen Jugendhilfestrukturen,von Kooperationsvereinbarungen mit den Leistungsträgern des SGB II und III,eines Netzwerkes mit Schulen, Betrieben und anderen sozialen Diensten.

Jugendwerkstätten fühlen sich den Prinzipien des Gender-Mainstreamings, des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, des nachhaltigen Arbeitens und der Berücksichtigung des demografischen Wandels verpflichtet.

Sie tragen in besonderem Maße zur Bekämpfung sozialer Ausgrenzung bei und schaffen Integrationschancen für die vielen jungen Menschen, die anderenfalls Gefahr laufen, „durch alle Netze zu fallen“. Damit erfüllen sie eine der zentralen Zielvorgaben des Europäischen Sozialfonds.