jugendsozialarbeit nord 211, Oktober 2019

Titelblatt Infodienst

Jessica Schleinkofer: Projekte zur Nachhaltigkeit – eine Chance für junge Menschen in...

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Themenheft 3/2019

Deckblatt Themenheft Erfolgsgeschichten

Warum sich Dranbleiben lohnt! Erfolgsgeschichten und -konzepte

Fortbildungskatalog 4/2019

Forbildungskatalog PACE JuWes

für Pro-Aktiv-Centren und Jugendwerkstätten

Themenheft 2/2019

Deckblatt Themenheft

Doing Culture – Wege zu selbstbestimmter Teilhabe

Stellungnahmen

Fünf Fragen zur zukünftigen Ausrichtung der Jugendsozialarbeit in Niedersachsen

Deckblatt 5 Fragen zur JSA

an den Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendsozialarbeit in Niedersachsen (LAG...

Seminar „Mythos Kulturschock – Vom gelassenen Umgang mit unlösbaren Konflikten“

für Pro-Aktiv-Centren und Jugendwerkstätten, 7.8.2017, Hildesheim, Priesterseminar

Deckblatt Flyer

Gut eineinhalb Jahre nach Beginn der historischen „Flüchtlingsbewegung“ hat sich in weiten Teilen der Fachwelt herausgestellt, dass viele der Befürchtungen und Ängste unbegründet waren. So scheint Vieles gar nicht so problematisch zu sein und Vielen kommt allmählich der Gedanke, dass dieses Ereignis eine gewaltige Chance und Bereicherung für unser Land ist. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schicksale von tausenden Menschen ungeklärt sind. Dabei leben einige lediglich in einem Zustand des Wartens auf weitere Entscheidungen, andere vegetieren in Flüchtlingscamps vor sich hin oder befinden sich in ständiger Lebensgefahr. Ein Ende dieser Völkerwanderung ist auf jeden Fall nicht in Sicht. Und selbst diejenigen, welche schon irgendwo angekommen sind, müssen sich in langwierigen Prozessen integrieren.
Ein Grund mehr, bestehende Fragen und Probleme in der Arbeit, offen zu thematisieren. Denn trotz heuristischem Aktionspotentials und großem Erfolg intuitiver Learning by doing-Vorgehensweisen, bleibt das Thema vorerst aktuell und für Viele geht die Arbeit jetzt erst los. Drängend erscheinen die Fragen: Wie bekomme ich Ordnung in die Flut von Informationen über Religion, Politik, Kultur und Interessenlagen? Wenn selbst die Menschen aus den Herkunftsländern ihre Verhältnisse kaum beschreiben können, wie sollen sich dann Fachleute vor Ort dem Thema nähern? Selbstverständlich können wir nicht alle Sprachen dieser Welt lernen und alle Länder persönlich kennenlernen, aber die Tabuisierung von Themen kann nur ein kurzfristiges Mittel sein, um den Betroffenen möglicher-weise eine Zeit der Ruhe und Besinnung zu geben und damit ein emotional beruhigendes Milieu zu schaffen. Doch spätestens mit der schulischen und beruflichen Integration beginnt zwangsläufig die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Denkweisen. Und wie geht das mit mangelhaften Sprach- und Kulturkenntnissen?

Inhalte:

  • Schlüsselinstrument Biographiearbeit (inkl. Sprachunabhängiger IQ-Test)
  • Die zentrale Bedeutung von Stolz, Scham & Ehre und Demütigung
  • (Inter)Kultur(alität)-Religion-Politik-Wirtschaft
  • Die Dimensionen von mentaler Kultur (Zeit – Struktur – Offenheit)
  • Visualisierungen – Vertrauen – Gemeinschaft (Spiele für die Praxis)

Im Seminar wird nicht nach Diversifikationen, sondern konsequent auch nach den kleinsten gemeinsamen Nennern gesucht. Antworten auf religiöse und politische Fragen, sowie Norm- und Wertorientierungen, werden nicht in der scheinbar so fremden islamischen Sichtweise verortet, sondern auf historische Zusammenhänge überprüft und interdisziplinär erörtert. Damit wird sowohl der Begriff der (Inter)Kultur(alität) neu definiert, als auch Verständnis für die „kulturellen“ Eigenwelten des Menschen geschaffen.

Methoden:
In einer ausgewogenen Mischung aus theoretischen Inputs und praktischen Übungen, wird auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer eingegangen. Auf eine bewusst respektvolle, wertschätzende, neutrale und undogmatische Vorgehensweise wird explizit hingewiesen. Das Seminar ist „tischbefreit“, humorvoll, und fördert bei aktiver Teilnahme (wird vorausgesetzt) die Persönlichkeit.


Maximale Teilnehmer/innenzahl: 20

Diese Fortbildung wird von der NBank im Rahmen des Scorings als Qualifizierungsnachweis für das Querschnittsziel „Förderung der Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung“ anerkannt.





erstellt am: 14.06.2017