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Themenheft 3/2015, aktualisierte Neuauflage Dez. 2019

Das Fördern planen – Individuelle Förderplanarbeit in Jugendwerkstätten und Pro-Aktiv-Centren

Themenheft 3/2019

Deckblatt Themenheft Erfolgsgeschichten

Warum sich Dranbleiben lohnt! Erfolgsgeschichten und -konzepte

Fortbildungskatalog 4/2019

Forbildungskatalog PACE JuWes

für Pro-Aktiv-Centren und Jugendwerkstätten

Stellungnahmen

Fünf Fragen zur zukünftigen Ausrichtung der Jugendsozialarbeit in Niedersachsen

Deckblatt 5 Fragen zur JSA

an den Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendsozialarbeit in Niedersachsen (LAG...

„Junge Frauen und Männer in unsicheren Bildungsprozessen begleiten“ für Pro-Aktiv-Centren und Jugendwerkstätten

04.11.2019, Stephansstift Hannover

Deckblatt Flyer

Eine zentrale gesellschaftliche Erwartung an Jugendliche und Heranwachsende lautet, dass sie
sich möglichst eigenständig und zügig für eine Ausbildung und einen Beruf entscheiden sollen.
Für Mädchen und Jungen und heranwachsende Frauen und Männer sind damit offene Fragen,
Unsicherheiten und häufig auch nicht erreichbare Wünsche verbunden. Ihre Suchbewegungen
finden zudem in einer Lebensphase statt, in der sie sich von familiären oder anderen primären
erwachsenen Bezugspersonen abzugrenzen beginnen und sich in ihren sozialen Beziehungen
neu orientieren. Diese Dynamik der Adoleszenz bringt Konflikte mit sich, nicht zuletzt in
Auseinandersetzung mit geschlechtsbezogenen Bildern in der Gesellschaft und mit den eigenen
Idealen eines zukünftigen Lebens. Auch die Berufswahl ist immer noch mit einseitigen
Geschlechterbildern verbunden und Bildungsentscheidungen von Jungen und Mädchen fallen
recht geschlechtstypisch aus, obwohl von ihnen erwartet wird, dass sie ihre Entscheidungen
höchst individuell und jenseits von Klischees treffen sollen.
Fachkräfte, die Jugendliche auf ihren Bildungswegen begleiten, setzen sich alltäglich mit deren
Unsicherheiten und Konflikterfahrungen auseinander. Sie nehmen eine wichtige Schlüsselrolle
im Prozess der Abgrenzung und Neuorientierung ein und erleben die Entwicklungskonflikte von
Jugendlichen und Heranwachsenden hautnah. Dies gilt auch für geschlechtsgebundene
Verhaltensmuster, die auf den ersten Blick zu bestätigen scheinen, wie unterschiedlich
Mädchen und Jungen mit den Anforderungen des Erwachsenwerdens umgehen. Der Eigensinn
von Jugendlichen verschwindet dabei schnell hinter gewohnten Vorstellungen, die Sicherheit
bieten.
Der Fortbildungstag bietet Gelegenheit, die skizzierte Dynamik zu reflektieren. Es werden
sozialwissenschaftliche Erkenntnisse der Forschung zu Adoleszenz und Geschlecht zur
Diskussion gestellt und eigene Praxiserfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
reflektiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Selbstvergewisserung der eigenen Fachlichkeit im
Interesse der Stärkung von Mädchen und Jungen auf ihrem eigenen Weg.


Maximale Teilnehmer/innenzahl: 20

Diese Fortbildung wird von der NBank im Rahmen des Scorings als Qualifizierungsnachweis für das
Querschnittsziel „Förderung der Gleichstellung von Männern und Frauen“ anerkannt.

 

 

erstellt am: 05.06.2019