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Ausbildungsstart 2021 - Aktuelle Informationen

Bewerbung – worauf achten?
 
Noch vier Monate bis zum Ausbildungsstart. Worauf muss man bei einer Bewerbung achten? Im Wort „Bewerbung“ steckt das Wort „Werbung“. Das Ziel ist, sich von anderen abzuheben und positiv aufzufallen – also für sich zu werben. Beim großen Bewerbungs-ABC gibt es eine Menge zu beachten. Damit es mit der Wunschausbildung klappt, helfen die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Niedersachsen und Bremen mit ihren Online-Angeboten rund um das Thema Bewerbung.
 
Immer häufiger liest man in Stellenanzeigen, dass sich Jugendliche online auf einen Ausbildungsplatz bewerben sollen. Die klassische Papierbewerbung verliert an Bedeutung. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen einer schriftlichen Bewerbung per Post und einer Online-Bewerbung, zum Beispiel per E-Mail. Worauf müssen Jugendliche achten? Welche verschiedenen Arten der E-Mail-Bewerbung gibt es? Wie funktioniert das mit der Technik?
 
All diese Fragen werden auf planet-beruf.de beantwortet. Interessierte finden dort ganz viele Tipps für die eigene Bewerbung und können auch an einem kostenlosen Bewerbungstraining teilnehmen.
 
Radiospecial: Es stehen O-Töne für ein Interview zur Verfügung. Eine Berufsberaterin gibt Tipps zur Suche nach der richtigen Ausbildung und zur Bewerbung. Das Skript und die O-Töne können hier kostenlos heruntergeladen werden.

 

Quelle: PI der BA, Regionaldirektion Nds./ Bremen, 8.4.2021

 

Generation Corona? Der Ausbildungsmarkt in und nach der Pandemie

 

Die Corona-Krise belastet viele Betriebe in hohem Ausmaß. Aufgrund der häufig schlechten Ertragslage und unsicheren Zukunftsperspektive sinkt die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze. Gleichzeitig ist ein hoher Fachkräftebedarf für die nächsten Jahre zu erwarten. Die Bundesregierung hat mit dem Programm "Ausbildungsplätze sichern" reagiert. Wie hat sich die Situation auf dem Lehrstellenmarkt seit Beginn der Pandemie entwickelt? Wie können gefährdete Ausbildungsplätze langfristig gesichert werden? Diese Infoplattform bietet Forschungsergebnisse und Positionen zum Thema Berufsausbildung in Pandemie-Zeiten.

 

Zur Plattform

 

Quelle: https://www.iab.de/infoplattform/corona-generation/

 

Mit Prämien Ausbildungsplätze absichern – Ist das der richtige Weg?

Die Corona-Krise geht jetzt in das zweite Jahr. Der Ausbildungsmarkt unterliegt seit Frühjahr 2020 pandemiebedingten starken Einschränkungen. In Medienberichten wird immer wieder vor einer ausbildungslosen Genration Corona gewarnt. Im Februar 2021 waren 37.000 Ausbildungsplätze weniger bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet als im Vorjahr. Auch die Zahl der Bewerber*innen, die bei der BA als ausbildungssuchend registriert sind, ist im Vergleich zum Februar 2020 um 40.000 zurück gegangen. Die Bundesregierung und die Allianz für Ausbildung haben beschlossen, Hilfen für Betriebe und Auszubildene aufzustocken. Die Prämien des Programms „Ausbildung sichern“ sollen für das neue Ausbildungsjahr verdoppelt werden.

Neu ist, dass Betriebe künftig Zuschüsse zu Kosten externer Prüfungsvorbereitung erhalten können. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hatte mittels einer Betriebsumfrage belegt, dass fast jeder dritte Ausbildungsbetrieb im Zuge der Corona-Krise Ausbildungsinhalte nicht adäquat vermittelt werden konnten.

Sind Prämien für Betriebe angesichts dieser Situation der richtige Weg? Seit Jahren herrscht eine Schieflage auf dem Ausbildungsmarkt. Tatsächliche Zuwächse an betrieblichen Ausbildungsplätzen sind nicht zu erwarten. Immer mehr Betriebe ziehen sich aus der Ausbildung zurück. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. fordert daher eine gesetzlich verankerte Ausbildungsgarantie. Auch zusätzliche außerbetriebliche Ausbildungsplätze können eine Möglichkeit sein, diese Garantie umzusetzen. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit hatte bereits 2015 Hinweise zur Umsetzung einer Ausbildungsgarantie veröffentlicht.

 

Quelle: Jugendsozialarbeit News 743 vom 22.3.2021

 

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

 

Am 17. März 2021 hat das Bundeskabinett beschlossen, das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ zu verlängern und auf das Ausbildungsjahr 2021/2022 auszuweiten. Damit sind zahlreiche Verbesserungen für die Betriebe verbunden.
 

Eine gute Berufsausbildung ist nach wie vor der wichtigste Baustein für den Start in ein erfolgreiches Berufsleben. Deshalb sollen möglichst alle jungen Menschen, die dies wollen, auch in diesen Krisenzeiten eine Berufsausbildung beginnen, weiterführen und auch erfolgreich abschließen können.

 

Daher hat das Bundeskabinett am 17.03.2021 die Verlängerung und Weiterentwicklung des Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern" beschlossen. Damit setzt die Bundesregierung ein wichtiges Signal, dass sie die weiterhin bestehenden Herausforderungen für die betriebliche Berufsausbildung sehr ernst nimmt und in ihren Unterstützungsbemühungen auch für das kommende Ausbildungsjahr nicht nachlässt.

 

Die Corona-Krise stellt viele Ausbildungsbetriebe vor besondere Herausforderungen und trifft damit auch viele junge Menschen, die vor dem Beginn einer Berufsausbildung stehen oder die sich in einer Ausbildung befinden. Wir müssen in dieser Krise nicht nur um jeden Arbeitsplatz, sondern auch um jeden Ausbildungsplatz kämpfen.

 

Deshalb hat die Bundesregierung den mit dem Bundesprogramm gespannten Schutzschirm für Auszubildende länger aufspannt und verbreitert. Das Programm nimmt jetzt auch das Ausbildungsjahr 2021/2022 in den Blick, um die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise zu verringern und den Ausbildungsmarkt weiter zu stärken. Außerdem wird das Programm einem größeren Kreis von Betrieben zugänglich gemacht.

 

In diesem Jahr stehen hierfür 500 Millionen Euro bereit, und für das Jahr 2022 wurden 200 Millionen Euro reserviert.

 

Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern-13371.html

 

Kontinuierliche Begleitung junger Menschen beim Übergang von Schule in die Ausbildung in Gefahr
Quelle: Jugendsozialarbeit News vom 12.3.2021

 

Jeder zehnte Betrieb will sein Ausbildungsengagement einschränken
 

Jeder zehnte Ausbildungsbetrieb plant einer Erhebung zufolge, sein Angebot an Lehrstellen im Ausbildungsjahr 2021/2022 einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten. Bei Betrieben, die stark von der Pandemie betroffen sind, ist der Anteil mit einem Viertel noch höher, wie aus der Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervorgeht. Im Gastgewerbe sind es 28 Prozent der ausbildungsberechtigten Betriebe.

 

Als Grund dafür nennt mit 93 Prozent ein Großteil der Betriebe, die ihr Ausbildungsplatzangebot zurückfahren oder ganz einstellen wollen, die unsicheren Geschäftserwartungen durch die Covid-19-Pandemie. Finanzielle Gründe geben 71 Prozent der Betriebe an. 34 Prozent nennen außerdem mangelnde räumliche und personelle Kapazitäten als Ursache für das eingeschränkte Ausbildungsangebot. Weitere 33 Prozent geben an, dass die Rekrutierung von Auszubildenden derzeit schwierig sei, unter anderem weil krisenbedingt keine Ausbildungsmessen oder Praktika stattfinden könnten.

Unterschiede zeigen sich bei der Betriebsgröße. So geben 14 Prozent der ausbildungsberechtigten Kleinstbetriebe an, im kommenden Ausbildungsjahr weniger Auszubildende einzustellen. Bei Großbetrieben sind es dagegen sechs Prozent der Betriebe, die weniger Lehrstellen besetzen wollen.

 

Quelle: Jugendsozialarbeit News vom 22.2.2021