BannerbildBannerbild
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Ausbildungsstart 2021 - Aktuelle Informationen

Sommerausgabe "Ein Tag Azubi" - Bundesweiter digitaler Aktionstag am 10. Juni 2021

Am 10. Juni 2021 findet eine Sommerausgabe des bundesweiten Aktionstages „Ein Tag Azubi“ statt, ein Informationstag rund um das Thema Ausbildung. Der Tag dient der Unterstützung junger Menschen bei der Berufsorientierung und wird digital stattfinden.

Ab dem 04. Juni 2021 finden sich auf der Internetseite alle Ausbildungsberufe, die sich am 10. Juni 2021 vorstellen werden. Am 10. Juni 2021 kann dann über den Button "Jetzt teilnehmen" in den digitalen Raum des jeweiligen Ausbildungsberufes eingetreten werden. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Im Anschluss an jede Vorstellungsrunde gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen. Die Browser-Empfehlungen sind Google Chrome oder Firefox, Zugriff von mobilen Endgeräten ist ebenfalls möglich.
Es wird insgesamt  4 Vorstellungsrunden von Ausbildungsberufen geben.

Die Ausbildungsberufe werden von Auszubildenden und ihren Unternehmen aus ganz Deutschland vorgestellt. In den meisten Fällen, werden jeweils 2 Unternehmen in einem Vortrag im Tandem den Ausbildungsberuf und das dazugehörige Unternehmen vorstellen. Von Industriemechanik, KFZ-Technik, E-Commerce, Informatik, Logistik, Büromanagement, Hotellerie bis Pflege ist alles dabei.  

Mehr unter: https://www.pilotschulen.de/ein-tag-azubi-summerspecial-2021

 

Videos übers Bewerbungsgespräch – Joe zeigt, wie es (keinesfalls!) geht
Noch drei Monate bis zum Ausbildungsstart. Die Berufsberaterinnen und –berater können momentan kaum in die Schulen. Bewerbungsgespräche lassen sich aber auch mit Videos der Bundesagentur für Arbeit online üben. Darin geht es um „Joe“, der keine Ahnung hat, wie er beim Chef einen guten Eindruck hinterlässt: Er tippt auf seinem Handy rum, setzt sich, bevor ihm ein Platz angeboten wird und sein Schlabber-Shirt geht natürlich gar nicht. Mit dem Video-Projekt „Joe geht zum Bewerbungsgespräch“ können Lehrkräfte oder auch Eltern mit Jugendlichen erarbeiten, worauf es ankommt.
Joe macht in den acht Szenen von der Begrüßung bis zur Verabschiedung wirklich so ziemlich alles falsch. Die schlimmsten Fettnäpfchen erkennen Jugendliche meist selbst und tragen sie in der Klasse zusammen. Übersehen sie etwas, kann die Lehrkraft aushelfen. Und zum Ausgleich gibt es noch eine Version von Joe in einem sehr gelungenen Bewerbungsgespräch, so bleiben auch positive Eindrücke in Erinnerung.
Mit Joe können Lehrkräfte auch per Distanzunterricht auf Bewerbungsgespräche vorbereiten.
Die Videos und ein Begleitheft mit Dialogen und Tipps finden sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nsb/joe-geht-zum-bewerbungsgespraech
 

Quelle: PI der Bundesanstalt für Arbeit Nr. 32/2021 – 7. Mai 2021

 

 

Die Covid-19-Pandemie spitzt die Lage im Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Erwerbsarbeit bzw. Beruf massiv zu: Jetzt ist die Übergangs- und Berufsbildungspolitik gefordert!

Jetzt gilt es einer kollektiven Resignation von jungen Menschen im Übergang in Ausbildung und Erwerbsarbeit bzw. Beruf, insbesondere von jungen Menschen in prekären Lebenslagen, vorzubeugen. Es ist der Zeitpunkt, gerade angesichts der Covid-19-Pandemie, jungen Menschen eine Ausbildungsgarantie für eine hochwertige berufliche Ausbildung zu geben und am Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Erwerbsarbeit bzw. Beruf politische Weichenstellungen vorzunehmen sowie die kommunale Koordinierung vor Ort zu stärken. Nur so kann jungen Menschen signalisiert werden, dass sie angesichts der Covid-19-Pandemie beim Übergang in die Ausbildung und Erwerbsarbeit bzw. Beruf nicht zurückgelassen werden.
Es ist von einem großen gesellschaftlichen Interesse, jungen Menschen in diesen Krisenzeiten eine berufliche Perspektive zu eröffnen. Wenn jetzt die Übergänge in Ausbildung und Erwerbsarbeit bzw. in den Beruf nicht politisch gesichert werden, stehen viele von ihnen zukünftig dem Arbeitsmarkt nicht als ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung. Damit geht die Gefahr einher, dass Jugendliche und junge Erwachsene dauerhaft von der (Berufs-)Bildung und von der Teilhabe am Erwerbsleben ausgeschlossen bleiben.
Aus unterschiedlichen Kommunen bzw. Städten in Deutschland wird berichtet, dass Ausbildungsplatzangebote zurückgefahren werden und digitale Angebote der beruflichen Orientierung und Beratung gegenwärtig viele junge Menschen kaum erreichen. Geradezu gleichlaufend sinkt die Nachfrage junger Menschen nach Ausbildungsplätzen. Zudem ist der Kontakt in berufsbildenden Schulen, im Übergangsbereich, in der Kinder- und Jugendhilfe und im Job-Center zu nicht wenigen jungen Menschen abgebrochen.
Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass junge Menschen in großer Mehrheit die Covid-19-Maßnahmen unterstützen, sie die gegenwärtige Lage sehr differenziert wahrnehmen und sich ihr in der Alltagsbewältigung unter den vorgegebenen Bedingungen konstruktiv stellen. Allerdings wird auch deutlich, dass zahlreiche junge Menschen Zukunftsängste haben, über psychische Belastungen sprechen und ihre Problemlagen in der Politik als zu wenig ernstgenommen empfinden. Gerade junge Menschen in prekären Lebenslagen werden bisher zu wenig von der Politik und von den aktuell initiierten Maßnahmen erreicht.
Insgesamt ist in diesem Zusammenhang einer kollektiven Resignation von jungen Menschen im Übergang in Ausbildung und Erwerbsarbeit bzw. Beruf, insbesondere in schwierigen Lebenslagen vorzubeugen. Momentan spitzen sich strukturelle Probleme beim Übergang in die Ausbildung und Erwerbsarbeit bzw. Beruf zu. Gleichzeitig ergibt es derzeit keinen Sinn mehr, jungen Menschen mangelnde Ausbildungsreife vorzuhalten und darauf zu hoffen, dass sich der Ausbildungsmarkt allein durch einige flankierende Programme für die Betriebe regulieren wird.
Vielmehr ist ein klares politisches Signal – wie z. B. das einer Ausbildungsgarantie für eine hochwertige berufliche Ausbildung – gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie dringend nötig. Andernfalls werden junge Menschen ohne berufliche Perspektive verstärkt auf die Unterstützung der sozialen Leistungssysteme angewiesen sein. Es ist bekannt, dass das Misslingen der Einmündung in Ausbildung und Erwerbsarbeit bzw. Beruf nicht selten einen dauerhaften Ausschluss aus dem Erwerbsleben und damit verwehrter sozialer Teilhabemöglichkeiten nach sich zieht.

 

Download des Positionspapiers von Forum Transfer

 

 

Ausbildung auf einen Blick: Neue Internetseite hilft beim Weg in den Beruf
Die Corona-Krise darf nicht zur Ausbildungs- oder Fachkräftekrise werden. Um junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf noch besser zu unterstützen, hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) zusammen mit ihren Partnern eine neue Internetplattform geschaffen.
Die Website https://www.arbeitsagentur.de/m/ausbildungklarmachen/ richtet sich in erster Linie an Jugendliche. Sie bündelt alle wichtigen Informationen und Angebote rund um das Thema Ausbildung: von Tipps für die Berufswahl und dem Online-Berufserkundungstool „Check-U“ über das persönliche Gespräch mit der Berufsberatung – zum Beispiel per Videoberatung – bis hin zu mehr als 100.000 freien Ausbildungsplätzen aus der BA-Jobbörse. In einer Veranstaltungsdatenbank finden Jugendliche außerdem virtuelle Ausbildungsmessen, Speed-Datings und weitere (digitale) Events in ihrer Region. Ergänzt wird das Angebot von persönlichen Erfahrungsberichten und Erfolgsgeschichten von Azubis.
Daneben gibt es auch Bereiche für Arbeitgeber, Eltern und Lehrkräfte. Ausbildungsbetriebe erhalten zum Beispiel Informationen zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ und gelangen per Link direkt zu den Förderanträgen.
Lehrerinnen und Lehrer können Materialien für den Berufsorientierungsunterricht herunterladen. Eltern finden Tipps, wie sie ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen können oder welche finanziellen Hilfen es gibt.
Weitere Informationen aus Niedersachsen:
Gemeinsam mit den Ausbildungsmarktpartnern haben wir zudem eine niedersächsische Seite gestaltet, die für Jugendliche viele regionale Ausbildungsinformationen bereitstellt: https://buendnis-duale-berufsausbildung.de/

Quelle: Presseinfomation der BA, Regionaldirektion Nds.-Bremen Nr. 28/2021 – 23. April 2021
 

 

Corona-Pandemie: Zahl der Ausbildungsanfänger*innen auf einem historischen Tiefstand?
Im vergangenen Jahr ist die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um fast zehn Prozent zurückgegangen. Dies zeige einen deutlichen Effekt der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt, erklärte das Statistische Bundesamt. Nach den Angaben schlossen rund 465.200 Personen in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag in der dualen Berufsausbildung ab – 9,4 Prozent weniger als 2019. Zwar seien die Ausbildungszahlen seit Jahren tendenziell rückläufig, „aber der aktuelle Einbruch ist in seiner Höhe bislang einzigartig“, betonte die Behörde.

Bei den Frauen ging die Zahl der Neuverträge in der dualen Ausbildung um 19.100 (minus 10,2 Prozent) auf 168.300 zurück, bei den Männern sank die Zahl um 29.000 (minus 8,9 Prozent) auf 297.000 Neuabschlüsse. Damit wurden 2020 gut ein Drittel (36,2 Prozent) aller neuen Verträge von Frauen und knapp zwei Drittel (63,8 Prozent) von Männern abgeschlossen. Einen leichten Zuwachs um 500 Verträge (plus 3,6 Prozent) gab es 2020 nur in der Landwirtschaft. In allen übrigen Ausbildungsbereichen sank die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge.

 

Das Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) schätzt, dass 2021 nur noch rund 430.000 Ausbildungsverträge im dualen System unterschrieben werden könnten. Das seien fast 100.000 weniger als noch 2019 und 35.000 weniger als 2020. Damit werde sich der Negativtrend fortsetzen und die Zahl der Ausbildungsanfänger*innen auf einen historischen Tiefstand sinken.

In einer aktuellen Studie stellt das FiBS außerdem fest, dass Haupt- und Realschüler*innen zukünftig immer schlechtere Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben werden. Sie würden zunehmend von Abiturient*innen aus dem dualen System verdrängt.

 

Eine zeitnahe und grundlegende Reform des beruflichen Ausbildungssystems in Deutschland sei nötig, um zu verhindern, dass ein größerer Teil der Jugendlichen zur „Generation Corona“ wird.

Jugendsozialarbeit News 745, 21.04.2021

 

Bewerbung – worauf achten?

Noch vier Monate bis zum Ausbildungsstart. Worauf muss man bei einer Bewerbung achten? Im Wort „Bewerbung“ steckt das Wort „Werbung“. Das Ziel ist, sich von anderen abzuheben und positiv aufzufallen – also für sich zu werben. Beim großen Bewerbungs-ABC gibt es eine Menge zu beachten. Damit es mit der Wunschausbildung klappt, helfen die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Niedersachsen und Bremen mit ihren Online-Angeboten rund um das Thema Bewerbung.
 
Immer häufiger liest man in Stellenanzeigen, dass sich Jugendliche online auf einen Ausbildungsplatz bewerben sollen. Die klassische Papierbewerbung verliert an Bedeutung. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen einer schriftlichen Bewerbung per Post und einer Online-Bewerbung, zum Beispiel per E-Mail. Worauf müssen Jugendliche achten? Welche verschiedenen Arten der E-Mail-Bewerbung gibt es? Wie funktioniert das mit der Technik?
 
All diese Fragen werden auf planet-beruf.de beantwortet. Interessierte finden dort ganz viele Tipps für die eigene Bewerbung und können auch an einem kostenlosen Bewerbungstraining teilnehmen.
 
Radiospecial: Es stehen O-Töne für ein Interview zur Verfügung. Eine Berufsberaterin gibt Tipps zur Suche nach der richtigen Ausbildung und zur Bewerbung. Das Skript und die O-Töne können hier kostenlos heruntergeladen werden.

 

Quelle: PI der BA, Regionaldirektion Nds./ Bremen, 8.4.2021

 

 

Generation Corona? Der Ausbildungsmarkt in und nach der Pandemie

Die Corona-Krise belastet viele Betriebe in hohem Ausmaß. Aufgrund der häufig schlechten Ertragslage und unsicheren Zukunftsperspektive sinkt die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze. Gleichzeitig ist ein hoher Fachkräftebedarf für die nächsten Jahre zu erwarten. Die Bundesregierung hat mit dem Programm "Ausbildungsplätze sichern" reagiert. Wie hat sich die Situation auf dem Lehrstellenmarkt seit Beginn der Pandemie entwickelt? Wie können gefährdete Ausbildungsplätze langfristig gesichert werden? Diese Infoplattform bietet Forschungsergebnisse und Positionen zum Thema Berufsausbildung in Pandemie-Zeiten.

 

Zur Plattform

 

Quelle: https://www.iab.de/infoplattform/corona-generation/

 

 

Mit Prämien Ausbildungsplätze absichern – Ist das der richtige Weg?

Die Corona-Krise geht jetzt in das zweite Jahr. Der Ausbildungsmarkt unterliegt seit Frühjahr 2020 pandemiebedingten starken Einschränkungen. In Medienberichten wird immer wieder vor einer ausbildungslosen Genration Corona gewarnt. Im Februar 2021 waren 37.000 Ausbildungsplätze weniger bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet als im Vorjahr. Auch die Zahl der Bewerber*innen, die bei der BA als ausbildungssuchend registriert sind, ist im Vergleich zum Februar 2020 um 40.000 zurück gegangen. Die Bundesregierung und die Allianz für Ausbildung haben beschlossen, Hilfen für Betriebe und Auszubildene aufzustocken. Die Prämien des Programms „Ausbildung sichern“ sollen für das neue Ausbildungsjahr verdoppelt werden.

Neu ist, dass Betriebe künftig Zuschüsse zu Kosten externer Prüfungsvorbereitung erhalten können. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hatte mittels einer Betriebsumfrage belegt, dass fast jeder dritte Ausbildungsbetrieb im Zuge der Corona-Krise Ausbildungsinhalte nicht adäquat vermittelt werden konnten.

Sind Prämien für Betriebe angesichts dieser Situation der richtige Weg? Seit Jahren herrscht eine Schieflage auf dem Ausbildungsmarkt. Tatsächliche Zuwächse an betrieblichen Ausbildungsplätzen sind nicht zu erwarten. Immer mehr Betriebe ziehen sich aus der Ausbildung zurück. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. fordert daher eine gesetzlich verankerte Ausbildungsgarantie. Auch zusätzliche außerbetriebliche Ausbildungsplätze können eine Möglichkeit sein, diese Garantie umzusetzen. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit hatte bereits 2015 Hinweise zur Umsetzung einer Ausbildungsgarantie veröffentlicht.

 

Quelle: Jugendsozialarbeit News 743 vom 22.3.2021

 

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Am 17. März 2021 hat das Bundeskabinett beschlossen, das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ zu verlängern und auf das Ausbildungsjahr 2021/2022 auszuweiten. Damit sind zahlreiche Verbesserungen für die Betriebe verbunden.
 

Eine gute Berufsausbildung ist nach wie vor der wichtigste Baustein für den Start in ein erfolgreiches Berufsleben. Deshalb sollen möglichst alle jungen Menschen, die dies wollen, auch in diesen Krisenzeiten eine Berufsausbildung beginnen, weiterführen und auch erfolgreich abschließen können.

 

Daher hat das Bundeskabinett am 17.03.2021 die Verlängerung und Weiterentwicklung des Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern" beschlossen. Damit setzt die Bundesregierung ein wichtiges Signal, dass sie die weiterhin bestehenden Herausforderungen für die betriebliche Berufsausbildung sehr ernst nimmt und in ihren Unterstützungsbemühungen auch für das kommende Ausbildungsjahr nicht nachlässt.

 

Die Corona-Krise stellt viele Ausbildungsbetriebe vor besondere Herausforderungen und trifft damit auch viele junge Menschen, die vor dem Beginn einer Berufsausbildung stehen oder die sich in einer Ausbildung befinden. Wir müssen in dieser Krise nicht nur um jeden Arbeitsplatz, sondern auch um jeden Ausbildungsplatz kämpfen.

 

Deshalb hat die Bundesregierung den mit dem Bundesprogramm gespannten Schutzschirm für Auszubildende länger aufspannt und verbreitert. Das Programm nimmt jetzt auch das Ausbildungsjahr 2021/2022 in den Blick, um die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise zu verringern und den Ausbildungsmarkt weiter zu stärken. Außerdem wird das Programm einem größeren Kreis von Betrieben zugänglich gemacht.

 

In diesem Jahr stehen hierfür 500 Millionen Euro bereit, und für das Jahr 2022 wurden 200 Millionen Euro reserviert.

 

Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern-13371.html

 

Kontinuierliche Begleitung junger Menschen beim Übergang von Schule in die Ausbildung in Gefahr
Quelle: Jugendsozialarbeit News vom 12.3.2021

 

Jeder zehnte Betrieb will sein Ausbildungsengagement einschränken

Jeder zehnte Ausbildungsbetrieb plant einer Erhebung zufolge, sein Angebot an Lehrstellen im Ausbildungsjahr 2021/2022 einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten. Bei Betrieben, die stark von der Pandemie betroffen sind, ist der Anteil mit einem Viertel noch höher, wie aus der Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervorgeht. Im Gastgewerbe sind es 28 Prozent der ausbildungsberechtigten Betriebe.

 

Als Grund dafür nennt mit 93 Prozent ein Großteil der Betriebe, die ihr Ausbildungsplatzangebot zurückfahren oder ganz einstellen wollen, die unsicheren Geschäftserwartungen durch die Covid-19-Pandemie. Finanzielle Gründe geben 71 Prozent der Betriebe an. 34 Prozent nennen außerdem mangelnde räumliche und personelle Kapazitäten als Ursache für das eingeschränkte Ausbildungsangebot. Weitere 33 Prozent geben an, dass die Rekrutierung von Auszubildenden derzeit schwierig sei, unter anderem weil krisenbedingt keine Ausbildungsmessen oder Praktika stattfinden könnten.

Unterschiede zeigen sich bei der Betriebsgröße. So geben 14 Prozent der ausbildungsberechtigten Kleinstbetriebe an, im kommenden Ausbildungsjahr weniger Auszubildende einzustellen. Bei Großbetrieben sind es dagegen sechs Prozent der Betriebe, die weniger Lehrstellen besetzen wollen.

 

Quelle: Jugendsozialarbeit News vom 22.2.2021