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Künstliche Intelligenz als Sozialarbeiterin?

Auch an der Jugendsozialarbeit geht das Thema Künstliche Intelligenz (KI) nicht vorbei. Tatsächlich ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in diesem Feld nicht mehr eine Frage des „Ob“, sondern vielmehr des „Wie“. Ethische Aspekte, Nachvollziehbarkeit und Transparenz müssen dabei berücksichtigt werden. Die neue caritas widmet sich in ihrer 21. Ausgabe vom 6.12.2021 dem Thema Roboter in der sozialen Arbeit – ein Widerspruch? Wie macht der Einsatz von KI in der Arbeit mit jungen Menschen Sinn?

 

Für die Entwicklung und Implemetierung von KI-Systemen wurden bereits verschiedene Leitfäden entwickelt, unter anderem das Ethik-Briefing der Medienethikerin Jessica Heesen und anderer, das insbesondere fördert, dass Transparenz und Nachvollziehbarkeit im gesamten Entwicklungsprozess gegeben sein müssen.

 

KI-basierte Interaktion ersetzt keinen menschlichen Kontakt
Für den direkten Einsatz von KI bei Klient*innen der (Jugend)sozialarbeit werden immer wieder Chatbots diskutiert. Dabei werden diese vor allem als Unterstützung oder Ergänzung bestehender Angebote gesehen, ohne dabei menschlichen Input zu ersetzen.
Der Informatiker Jens Albrecht und andere entwickelten einen Prototyp eines Chatbots, der im weitesten Sinne psychosozial "berät".
Dabei zeigten sich einige Herausforderungen in Bezug auf die Bereitstellung der Informationsbasis, doch selbst Studierende der sozialen Arbeit zeigten in den Begleitstudien eine große Akzeptanz der Technologie. Das deckt sich mit anderen Studienergebnissen: Studierende, die Symptome einer Angst- oder depressiven Störung aufwiesen, konnten mit einem Chatbot in ihren Anliegen unterstützt werden. Im therapiebegleitenden Einsatz wurden die benannten Symptome der Teilnehmenden signifikant verringert.


Es zeigt sich, dass die tatsächlich verfügbaren Technologien aus dem Feld der künstlichen Intelligenz weit von den dystopischen Bildern der allmächtigen Roboter ebtfernt sind. Allerdings liegen in den aktuell verfügbaren Technologien dennoch Werkzeuge vor, die in unterschiedlichen Settings der sozialen Arbeit verwendet werden können.

 

Ein interessantes Beispiel dafür ist das Projekt "Welcome", das durch personalisierte Techniklösungen die Aufnahme, Orientierung und Integration von Geflüchteten in der EU unterstützen soll. "Welcome" soll Fachkräfte im Bereich Migration, etwa in den Jugendmigrationsdiensten, unterstützen können, nicht ersetzen. Herzstück ist die "My Welcome App".

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Veröffentlichung

Di, 04. Januar 2022

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