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Leitlinien der Jugendpastoral nehmen auch Jugendsozialarbeit in den Blick

In der März-Ausgabe der Jugendsozialarbeit aktuell der LAG KJS NRW geht es um die neuen Leitlinien zur Jugendpastoral, in die nun auch - nicht zuletzt aufgrund eines Positionspapiers der BAG KJS - die Jugendsozialarbeit Einzug gehalten hat:

Mit Blick auf die Jugendsozialarbeit lassen sich vor allem folgende Motive der jugendpastoralen Leitlinien herausgreifen:
1. Jugendpastoral nimmt benachteiligte junge Menschen in den Blick und setzt sich für Gerechtigkeit ein.
2. Jugendpastoral wünscht sich für jeden jungen Menschen ein gelingendes Leben.
3. Jugendpastoral braucht (personelle) Ressourcen.


Jugendpastoral nimmt benachteiligte junge Menschen in den Blick und setzt sich für Gerechtigkeit ein
Die soziologische Gegenwartsanalyse der neuen Leitlinien nimmt auch die unterschiedlichen Startbedingungen junger Menschen in den Blick. Jugendliches Leben ist von Herausforderungen geprägt, deren Ausgang auch die Identitätsbildung junger Menschen beeinflusst. Zu den „alltäglichen“ jugendlichen Herausforderungen kommen bei Jugendlichen aus prekären Lebenswelten oft noch Sorgen um die eigene Existenz, Schulden oder den festen Wohnsitz hinzu.
An vielen Stellen ist das Gespür dafür noch so gering, dass diese Jugendlichen abgehängt und ausgegrenzt werden. Jugendsozialarbeit trägt zu den Zielen von Jugendpastoral bei, indem sie junge Menschen aus prekären Verhältnissen dabei unterstützt, ihren Platz in der Welt zu finden. Dabei stellt sie den jungen Menschen mit seinen Fähigkeiten in den Vordergrund und will ihn befähigen, sein persönliches Lebensglück zu finden.


Jugendpastoral nimmt diese jungen Menschen in den Blick und sorgt sich um sie. „Sie begleitet Jugendliche auf ihrem Lebensweg, hat ein offenes Ohr für die Sorgen und Ängste junger Menschen und bietet Hilfe bei der Orientierung in einer komplexen Welt. Sie öffnet Türen für gesellschaftliche Teilhabe, beispielsweise, indem sie notwendige digitale Kompetenzen vermittelt und spezifische Bildungsangebote einbringt. Sie sorgt sich mit Nachdruck um die Verbesserung der Startbedingungen benachteiligter Jugendlicher und schafft Rahmenbedingungen für Unterstützungssysteme.“ Dadurch, dass die Jugendsozialarbeit vor allem benachteiligte Jugendliche im Blick hat, trägt sie dazu bei, dass diese mit ihren Sorgen und Nöten wahr- und ernstgenommen werden. Sie weist auf Ungerechtigkeiten hin und setzt sich dafür ein, dass Jugendliche aus prekären Lebenswelten ebenso ihren Platz in Gesellschaft finden. Damit nimmt sie sich der Programmatik der neuen Leitlinien „Wirklichkeit wahrnehmen, Chancen finden, Berufung wählen“ an und setzt diese auf ihre Weise um. Im diakonischen Handeln und dem sich Hinwenden zum jungen Menschen, gestaltet Jugendsozialarbeit eine wichtige Dimension von Kirche.

 

Quelle und gesamter Text: Jugendsozialarbeit aktuell 205, März 2022


Wirklichkeit wahrnehmen – Chancen finden – Berufung wählen: Leitlinien zur Jugendpastoral, verabschiedet am 23. September 2021 von der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz

 

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Veröffentlichung

Mi, 27. April 2022

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