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Pakt für berufliche Bildung für die Jugendsozialarbeit

Die vom Bundestag eingerichtete Enquete Kommision hat vor einem Jahr  in ihren Bericht als Handlungsempfehlung zur "Beruflichen Bildung in der digitalen Arbeitswelt" für die Jungendsozialarbeit die Einrichtung eines Pakts für berufliche Bildung vorgeschlagen. Bei der Ausgestaltung soll eine Orientierung am schon bestehenden DigitalPakt Schule stattfinden „so gewährt der Bund nach Art. 104c des GG auf Basis der Verwaltungsvereinbarung „DigitalPakt Schule 2019 bis 2024“ Finanzhilfen für Investitionen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der Primat der Pädagogik.“ Dafür stehen insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung Besonders wegen der Corona-Pandemie sind inzwischen drei Zusatzprogramme mit jeweils 500 Mio. Euro eingerichtet worden, um allgemein- und berufsbildende Schulen und Schuler*innen u. a. mit digitalen Endgeräten auszustatten. Dass der Bund bei der Grundgesetzänderung (Art.104c GG) mehr im Blick hatte, als einen „DigitalPakt Schule“, lässt sich schon draus erkennen, dass hierdurch die gesamte kommunale Bildungsinfrastruktur gefördert werden sollte. Hierzu gehören auch die Einrichtungen der Jugendberufshilfe, die Maßnahmen zur Berufsausbildung anbieten, denn diese gehören per definitionem zur beruflichen Bildung (vgl. § 1 BBiG). In den Handlungsempfehlungen zu diesem Bereich stellen die Mitglieder der Enquete-Kommission immerhin fest, dass neben der technischen Ausstattung mit digitalen Medien auch die Kosten für Mitarbeiter*innenfortbildung, Administration Wartung und weitere technische Dienstleistungen anfallen und berücksichtigt werden müssen. Lediglich zu prüfen ist allerdings, „wie auch SGB II/III/VIII Bildungsträgern und Einrichtungen der Jugendberufshilfe, die außerbildungsvorbereitungsmaßnahmen sowie Berufsorientierung durchführen, ermöglicht werden soll, an einer finanziellen Förderung aus dem Pakt für berufliche Bildung teilzuhaben“. Die KJS Nord gGmbH setzt sich deshalb in Niedersachsen sozial-politisch aktiv u.a. durch Gespräche mit dem Witschaftsministerium dafür ein, dass es einen Digitalpakt für junge Menschen bis 27 Jahren gibt.

 

Enquete-Kommissionen

Nach der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages können seit Beginn der 1970er Jahre Enquete-Kommissionen (von französisch „enquete“ = Untersuchung) eingerichtet werden, um bestimmte komplexe, politisch bedeutsame sowie gesellschaftliche und naturwissenschaftlich-technische Sachverhalte zu klären und Empfehlungen für die Gesetzgebung zu formulieren. „Mit diesen überfraktionellen, von Abgeordneten und Sachverständigen besetzen Arbeitsgruppen versucht das Parlament, über den Tellerrand der Tagespolitik hinauszublicken und Lösungsansätze für gesellschaftliche Probleme zu finden“ (www.bundestag.de)

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Veröffentlichung

Di, 30. August 2022

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