Zehnter Katholischer Flüchtlingsgipfel: Kirche als mahnende Stimme - Menschenwürde und Menschenrechte sind Maßstab für Flüchtlingsschutz
Unter dem Titel „Auf sicherem Grund? Menschenrechte und Flüchtlingsschutz – politische Entwicklungen und kirchliche Handlungsansätze“ hat am 05. Mai 2026 in Würzburg der 10. Katholische Flüchtlingsgipfel stattgefunden. Mit dabei waren rund 150 Fachleute aus ganz Deutschland - und der Flüchtlingsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Stefan Heße.
Experten fordern bei Kirchengipfel mehr Menschlichkeit in Asylfragen: Kirche und Fachleute schlagen Alarm, denn in der Asylpolitik gerate die Menschenwürde in den Hintergrund. Debatten und Hürden könnten den Schutz für Geflüchtete weiter schwächen. Auch der Rückgang von Hilfsgeldern verschärfe die Lage. „Auch unter schwierigen Bedingungen setzen wir uns für einen Flüchtlingsschutz ein, dessen Maßstab die Menschenwürde und die Menschenrechte sind!“, betonte Erzbischof Heße. Vielerorts sei eine "einseitige Politisierung nationaler Interessen" statt der Menschenwürde maßgebend, kritisierte er am Dienstag in Würzburg. Anstatt gemeinsame Lösungen für weltweite Herausforderungen zu suchen, werde Verantwortung ausgelagert, so der Erzbischof von Hamburg weiter. So rücke das Ideal einer EU als gemeinsamer Raum für Schutz und Solidarität in den Hintergrund. Der Flüchtlingsbischof der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Dr. Stefan Heße sieht eine größer werdende Lücke zwischen theoretischen Grundlagen der Flüchtlingsarbeit und ihrer praktischen Umsetzung und betont: „Das Wichtigste ist für mich als als Christ, aber auch als Staatsbürger, dass jeder Mensch unveräußerliche Rechte hat, dass jeder Mensch seine Würde hat. Und die gilt es zu respektieren und zu schützen. Und dafür setzen wir uns als Kirche ein.“
Beim 10. Katholischen Flüchtlingsgipfel diskutierten Experten aus Politik, Recht und Wissenschaft über aktuelle Herausforderungen im Flüchtlingsschutz. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, an der Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann, Erzbischof Dr. Stefan Heße und die Migrationsrechtsanwältin Claire Deery (Göttingen) teilnahmen. Die Runde beleuchtete zentrale Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik aus kirchlicher, juristischer und gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive.
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DBK-Pressemeldung Nr. 067 v. 05.05.26 : Menschenrechte im Fokus - Zehnter Katholischer Flüchtlingsgipfel
Vatican news: Heße zum Flüchtlingsgipfel - Anwalt für Menschenrechte sein
domradio.de: Experten fordern bei Kirchengipfel mehr Menschlichkeit in Asylfragen - Kirche als mahnende Stimme
katholische.de: Lücke in der Flüchtlingsarbeit - Erzbischof Heße warnt vor Abkehr von Menschlichkeit in Asylfrage








